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Klagenfurt Stadt

Lieber Gassenstände statt Leerstände

Vor wenigen Tagen wurde die Studie des Beratungsunternehmens Standort&Markt präsentiert. Die Fakten stellen Klagenfurt kein gutes Zeugnis aus.

Mit einem Plus von 2,4 Prozentpunkten an Leerständen ist die Landeshauptstadt trauriger Sieger im österreichweiten Vergleich. Da kommt der neueste Geistesblitz der Klagenfurter FPÖ gerade recht: Sie fordert die Einschränkung der Gassenverkaufsständer in der Fußgängerzone, um den „Durchflussverkehr“ zu erhöhen. Statt in einer der schönsten Innenstädte Österreichs zu flanieren, zu gustieren und das präsentierte Angebot zu genießen, soll man schnellstmöglich durch die Stadt von A nach B kommen! Welche Konsequenzen das für die Betriebe hat, sorgt die FPÖ offenbar wenig. Dabei liegen die eigentlichen Probleme anderswo: Durch Jahrzehnte lange politische Fehlentscheidungen und -entwicklungen ist in der Völkermarkter Straße die zweitgrößte Fachmarktagglomeration mit 154.000m2 in Österreich entstanden – gleich nach Vösendorf. Deshalb schwindet auch der Einzelhandelsflächenanteil: Dieser hat allein im vergangenen Jahr 7 Prozent seiner Verkaufsfläche eingebüßt. „Die einstmaligen Top-Werte dieser Branche gehören der Vergangenheit an, die Klagenfurter Innenstadt ist österreichweit nur mehr im Mittelfeld zu finden“, schreiben die Studienautoren. Aber statt in dieser ohnehin schwierigen Lage mit neuen Ideen und Projekten die Innenstadt zu unterstützen, wird den Unternehmern mit irrwitzigen Ideen das Leben zusätzlich schwergemacht. Als Wirtschaftsbund Kärnten sagen wir klar NEIN zu den Plänen der FPÖ.

Und noch ein kleiner Nachsatz: Es gibt eine bestehende Verordnung, in welchem Ausmaß Gassenverkäufe zulässig sind; mehr ist wirklich nicht nötig, meint Ihre

Sylvia Gstättner

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