Facbook Logo
Völkermarkt

Tourismus ist keine Polit-Spielwiese!

Sie haben es wieder getan. Manche kurzsichtigen Kommunalpolitiker leisten solange Widerstand gegen den Tourismusverband, bis die Unternehmer keine Lust mehr haben.

So geschehen aktuell in der Tourismusregion Klopeinersee-Südkärnten, die seit der Schaffung des unternehmergeführten Tourismusverbandes (TVB) eine Entwicklung hingelegt hat, die sich sehen lassen kann: Die Nächtigungen sind um mehr als 20 Prozent gestiegen, dem Südkärntner Triathlon wurde neues Leben eingehaucht, zahlreiche Kooperationen beleben die gemeinsame Vermarktung regionaler Produkte im In- und Ausland. Eine Denkwerkstatt hat mit über 60 Jungunternehmern Ideen entwickelt und diese in die künftige Gestaltung der Tourismusregion einfließen lassen: In Umsetzung sind die Aussichtsplattform Kitzelberg, ein Fitness-Beach am Klopeiner See, ein ganzjährig geöffnetes Indoor-Spielehaus und sogar ein Badehaus am Klopeiner See. Eine Erfolgsbilanz - und trotzdem wirft der Geschäftsführer des TVB nach zwei Jahren das Handtuch, weil ihm die Gemeinde ständig Prügel zwischen die Beine wirft. Für mich ist das ein Akt politischer Sabotage, den sich die Unternehmer nicht gefallen lassen werden.

Hintergrund für den Rückzug ist die mangelnde Bereitschaft der Kommunalpolitik, Tourismusunternehmer über die Verwendung touristischer Budgets entscheiden zu lassen. Wichtige touristische Innovationen scheitern an der plumpen Gesprächsverweigerung der politisch Verantwortlichen. Hier wird mancherorts nach wie vor politischer Widerstand gegen beschlossene Gesetze geleistet – und wir werden das schonungslos aufzeigen. Denn diese Geisteshaltung verzögert und kompliziert touristische Impulse, die im Wettbewerb und zur Beibehaltung des Erfolgskurses dringend notwendig sind. Fast hat es den Anschein, als wolle eine politische Gruppierung das Tourismusgesetz aushebeln und die Verteilung der Gelder wieder in die Gemeinde zurückholen.

Dabei geht es nicht um die Befindlichkeiten von Ortskaisern und um Territorialstreitigkeiten auf ihrer Polit-Spielwiese, sondern um die Lebensgrundlage vieler Menschen: Der Kärntner Tourismus - und auch die Region Klopeiner See - lebt von ständigen Investitionen, um die Wüsche der Gäste zu erfüllen; und wer sollte das besser wissen und können als die Unternehmer der Region. Aber anstatt die Region gemeinsam zukunftsfit zu machen, sorgt die Kommunalpolitik dafür, dass die tatsächlichen Fortschrittsmacher den Hut nehmen. Ich bin sicher, dass dieses kurzsichtige Verhalten nicht nur die Unternehmer in der Region verärgert, sondern auch sehr viele Menschen, die direkt und indirekt vom Tourismus leben. Und die werden wir in den kommenden Wochen darüber informieren, wie die Politik ihren Lebensstandort gefährdet. Mal sehen, wie das den Gesprächsverweigerern gefällt, meint Ihre

Sylvia Gstättner