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Völkermarkt

Roadshow Völkermarkt

Heuer machte die Wirtschaftsbund Roadshow wieder in Völkermarkt halt. Diesmal im Gepäck: alle Informationen zur Barrierefreiheit.

Mit Hans Steiner, Baumeister und Barrierefreiheit-Spezialist der ersten Stunde konnte ein profunder Kenner der rechtlichen und praktischen Seite des Behindertengleichstellungsgesetzes gefunden werden. „Die Barrierefreiheit gilt eigentlich schon seit 1. Jänner 2006. Adaptionen bis zu 5.000 € je Bereich müssten schon umgesetzt sein.“, so Steiner in seinem Vortrag. Mit 1. Jänner 2016 läuft die 10-jährige Übergangsfrist aus – bis dahin müssen alle Unternehmen die Waren und Dienstleistungen einer Öffentlichkeit anbieten, barrierefrei sein. „Das betrifft nicht nur den Zugang zu den Geschäften sondern auch die Zurverfügungstellung von Informationen.“, klärt Steiner auf. Wichtig ist, sich eine Strategie zu überlegen und die Barrierefreiheit als Chance für neue Kunden zu sehen, denn generell ist der Unternehmer nicht Feind seines Umsatzes. Leider gibt es bis dato noch keine Rechtssicherheit. Die Barrierefreiheit wird auch nicht von Behörden geprüft sondern muss von den Betroffenen angezeigt werden. Dann kommt es zu einer Schlichtung, die entweder zu einer Einigung führt, oder vor Gericht endet. Bei einer Verurteilung kommen Entschädigungszahlen ab 1.000 € pro Fall auf den Unternehmer zu. Wichtig ist das Zwei-Sinne-Prinzip. Kann der Konsument zB nicht hören, muss er es sehen können. Die zahlreichen Teilnehmer in den Bezirken zeigten die Relevanz des Themas und das sich Unternehmer sehr wohl Gedanken über Barrierefreiheit machen.

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