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Unternehmerischer Alltag ist bereits genug Politikum

Unternehmerischer Alltag ist bereits genug Politikum

Bezirksstellenobmann Max Habenicht ist empört über die politische Zurechtweisung von Unternehmern in Klagenfurt. Evelyn Schmid-Tarmann von den Grünen nutzte zunächst die Sozialen Medien, um gleich darauf das unangebrachte Posting wieder zu löschen.

Dass sich die Kärntner Gastronomie in ihrem intensiven Arbeitsalltag bereits mit zahlreichen Auflagen befassen muss, ist bekannt. Umso gewichtiger scheint der Vorfall in der Klagenfurter Innenstadt rund um ein angesehenes Haubenlokal, der sich heute in den Sozialen Medien abspielte. Gemeinderatsmitglied Evelyn Schmid-Tarmann von den Grünen machte in einem Facebook-Posting ihrem Unmut über den neu angelegten Gastgarten der "Kochwerkstatt" am Benediktiner Markt Luft, der Schmid-Tarmann wohl nicht geschmeckt hatte: Der Markt sei kein Schrebergarten.

"Unser Gastgarten ist in der Tat kein Schrebergarten. Ganz im Gegenteil: Wir wollen mit der Neugestaltung unseren Gästen ein höheres Service anbieten, indem wir sie mittels Windschutz vor Wetter und Baustaub von der Tiefgaragenbaustelle schützen und gleichzeitig feine Sitzplätze am Rand unseres Gastgartens ermöglichen", erklärt Inhaber und Spitzenkoch Christian Cavalier, der die Aufregung nicht versteht. Die Veränderung wurde von Marktkoordinator Peter Zwanziger bewilligt, der Rest sei geschmacklicher Natur.

Die Kritik am Unternehmen durch Schmid-Tarmann hätte wohl eher zur politischen Profilierung dienen sollen, die Dank unzähliger Facebook-Kommentare auf ihrem Account schlussendlich zur Löschung des Beitrags führte. "Es ist nicht die Aufgabe der Politik, sich in Belange aus dem unternehmerischen Alltag einzumischen", so WK-Bezirksstellenobmann Max Habenicht. "Ein Gemeinderatsmitglied, das - wie Schmid-Tarmann - im Ausschuss für Wirtschaft und Märkte sitzt, muss sich für die Wirtschaft einsetzen und nicht dagegen aussprechen!" kritisiert Habenicht heftig. Das mindere das derzeitige Miteinander in der Landeshauptstadt, bei dem sehr viel Positives weitergebracht werden soll. "Die Gastronomen investieren und die Politiker kritisieren", schildert Habenicht die politische Realität im Jubiläumsjahr. "Ich hätte mir einen Dialog gewünscht und nicht, über Facebook ausgerichtet zu werden", so Cavalier über die ungeplante "Facebook-Kampagne".