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Lasst den Geist der Sozialpartnerschaft leben!

Lasst den Geist der Sozialpartnerschaft leben!

Österreich ist ein Land der Erfolge – in sportlicher und vor allem wirtschaftlicher Sicht. Zu diesen Erfolgen können wir auch unsere Sozialpartnerschaft zählen, die in den letzten Wochen einiges erleiden musste und dennoch bestanden hat.

 

Bei den heurigen Lohnverhandlungen der Metaller sah es anfangs, prolongiert durch die Gewerkschaft, nach einer unmöglichen Aufgabe aus. Doch nach 7 Runden und über 60 Stunden Verhandlungen kam es zu einem Ergebnis aus dem ein wirtschaftspolitisches Verantwortungsbewusstsein und die Handlungsfähigkeit der Sozialpartnerschaft hervorging und dafür möchte ich mich bei den verhandelnden Teams bedanken.

Dennoch bleibt ein Aspekt übrig der mir nicht so gefällt. Aktuell werden von den Gewerkschaften größere Streiks nicht nur angedroht, sondern auch durchgeführt. Bei der ÖBB standen am Montag 2 Stunden die Züge still und über 100.000 Fahrgäste konnten ihren Tätigkeiten nicht nachkommen. Sollte es zu weiteren Aktionen - auch in anderen Branchen -kommen, nehmen diese nicht nur die österreichische Gesellschaft in Geiselhaft, sondern schaden der heimischen Wirtschaft.  Ich appelliere an die Verhandlungsteams: Lasst den Geist der Sozialpartnerschaft leben!  

Und wenn schon von Lohnerhöhungen gesprochen wird, muss es darum gehen, dass diese tatsächlich in den Brieftaschen der MitarbeiterInnen landen und nicht Großteils beim Staat. Diesen Zustand halte ich nach wie vor für untragbar und daher müssen wir gemeinsam als Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Politik in die Verantwortung nehmen.  

Meint Ihre,

Sylvia Gstättner

Wirtschaftsbunddirektorin