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Kärntens Exporte weiterhin top

Kärntens Exporte weiterhin top

Die Kärntner Exportwirtschaft meldet auch für 2017 ein Spitzenergebnis: Ein Export-Plus von 8,1 %. Die USA sind mittlerweile einer der stärksten Exportmärkte. Sieben von zehn Euro verdient Kärnten im Ausland.

Die Außenhandelsstatistik für das Jahr 2017 freut die Kärntner Wirtschaft: Dem Warenimport im ersten Halbjahr 2017 im Wert von 3,217 Milliarden Euro (+ 10 % gegenüber dem 1. Halbjahr 2016) stehen Warenexporte im ersten Halbjahr 2017 von 3,803 Milliarden Euro (+ 8,1 % gegenüber dem 1. Halbjahr 2016) gegenüber. Daraus resultiert ein Überschuss in der Außenhandelsbilanz von 586 Millionen Euro. „Kärnten muss sich mit diesem Ergebnis nicht verstecken. Wir liegen im Spitzenfeld der österreichischen Exporteure“, freut sich WK-Präsident Jürgen Mandl bei der Präsentation der Ergebnisse.
 
Kärntens Wirtschaft erzielte einen Außenhandelsbilanz-Überschuss im ersten Halbjahr 2017 von 586 Millionen Euro. Damit gehört Kärnten – neben Oberösterreich, der Steiermark, Tirol und Vorarlberg – zu einem Kreis von nur fünf Bundesländern mit einer positiven Außenhandels-Bilanz. „Der Export ist ein Schlüsselfaktor für den Erfolg der Kärntner Wirtschaft“, betont Wirtschaftslandesrat Christian Benger. Ein Bundesland wie Kärnten könne, mit gemeinsamen Maßnahmen wie der Exportoffensive von Land und WK, international erfolgreich sein. Benger: „Die Unternehmen müssen auch weiterhin ermutigt werden, Exportschritte zu setzen.“
 
Kärntens Exporte verzeichneten im 1. Halbjahr 2017 einen Anstieg von 8,1 % gegenüber dem 1. Halbjahr 2016. Nach dem leichten Export-Rückgang im Jahr 2016 von zwei Prozent zieht die Exportwirtschaft also wieder deutlich an. Ähnlich sieht es bei den Importen aus. Diese stiegen (nach einem leichten Plus 2016) um zehn Prozent und unterstreichen als zusätzlicher Indikator die sich aufhellende Wirtschaftsentwicklung in Kärnten. Mandl: „Sieben von zehn Euro verdient Kärnten mittlerweile im Export. Das sichert 70.000 Arbeitsplätze und 2500 international tätige Unternehmen halten die Wertschöpfung in Kärnten.“
 
Zur Unterstützung der Betriebe wurde die Exportoffensive bis 2023 verlängert: Die Wirtschaftskammer Kärnten verdoppelt dafür die jährlichen 400.000 Euro vom Land. In Summe 800.000 Euro stehen somit Kärntner Exportbetrieben pro Jahr zur Verfügung. Mandl: „Wirtschaftsmissionen in klar identifizierten Wachstums- und Hoffnungsmärkte, wie Singapur oder Lateinamerika, stehen ebenso an wie stärkere branchenbezogene Aktivitäten.“ Der internationale Wettbewerbsdruck nehme immerhin zu, erklärt auch Wirtschaftslandesrat Benger. „Der Exporterfolg muss Schritt für Schritt erarbeitet werden. Wir schaffen hier gemeinsam eine stetige Unterstützung.“
 
Die USA haben sich mittlerweile als einer der Top-Exportmärkte Kärntens etabliert und  nehmen nach Deutschland bereits den zweiten Platz der Außenhandelsstatistik ein, gefolgt von Italien, das sich wirtschaftlich wieder erholt hat. Meinrad Höfferer, Leiter der Abteilung Außenwirtschaft und EU in der WK: „Aber auch Slowenien hat mit einem Plus von 26,2 Prozent die Krise überwunden, China wird mit plus 23 Prozent zum starken Exportmarkt für Kärnten.“

wkk/fritzpress